2014 / 19 November

Antrag: Keine Bühne für sexualisierte Gewalt in Frankfurt – frauenverachtende Seminare verhindern!


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung verurteilt die frauenverachtenden Praxis sogenannter „Pick-Up Artists“, insbesondere der international agierenden Firma Real Social Dynamics (RSD).
  2. Der Magistrat wird dazu aufgefordert, der Firma RSD keine Räume für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.
  3. Ferner wird der Magistrat dazu aufgefordert, auf private Anbieter von Räumlichkeiten in Frankfurt, wie beispielsweise Hotels, zuzugehen, um zu verhindern, dass der Firma RSD Räume zur Verfügung gestellt werden.
  4. Sofern die Firma RSD eine Veranstaltung in Frankfurt durchführen sollte ist der Magistrat angehalten, in Zusammenarbeit mit der hessischen Landespolizei sicherzustellen, dass bei Anzeichen zum Aufruf von Straftaten unmittelbar gegen die Verantwortlichen vorgegangen wird.

Begründung:

Laut einem Bericht von SPIEGEL-ONLINE und anderen Medien plant die Firma Real Social Dynamics (RSD) neben anderen deutschen Großstädten auch in Frankfurt „Seminare“ stattfinden zu lassen.

RSD bietet in rund 70 Ländern dieser Erde ihre „Dienste“ an. Das Angebot geht von Online-Kursen über DVD-Sets bis hin zu Seminaren und ganzen “Bootcamps”.

In diesen so genannten „Bootcamps“ finden Seminare statt, mit dem Ziel Männer darin zu trainieren Frauen durch physische und psychische Gewalt zu sexuellen Handlungen zu zwingen. In diesen Seminaren werden nicht nur sexistische, frauenverachtende Inhalte vermittelt, sondern auch Gewaltpraktiken in Clubs und auf der Straße geübt.

Es werden verschiedene „Mitgliedschaften“ angeboten, vom Standard-Paket (159 USD) über das Platin-Paket (397 USD) bis hin zum Diamant-Paket (497 USD). Die Seminare sind je nach Umfang und Set-Zusammenstellung für zwischen 3711 USD und 5481 USD buchbar. Dies verdeutlicht, wie hier sexueller Missbrauch kommerzialisiert und frauenverachtende Ansichten und Handlungsweisen in Aboform vermarktet werden.

Solche menschenverachtende Veranstaltungsformate können von der Frankfurter Stadtgesellschaft nicht widerspruchslos hingenommen werden. Die Stadt Frankfurt ist aufgerufen, mit allen rechtlichen und ordnungspolitischen Mitteln gegen die Organisatoren vorzugehen.

 

Zum Antrag

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